Kriminalität
Dortmund will Neonazi-Szene mit Videokameras überwachen

Dortmund (dpa/lnw) - Die Polizei will Straßen vor Neonazi-Wohngemeinschaften in einem Dortmunder Stadtteil mit Videokameras überwachen lassen. Polizeipräsident Gregor Lange habe am Mittwoch eine Arbeitsgruppe beauftragt, ein Konzept für die Videobeobachtung der Szene in Dortmund-Dorstfeld zu erarbeiten, hieß es in einer Mitteilung. Dort wohnen nach Polizeiangaben seit vielen Jahren Rechtsextremisten in mehreren Wohngemeinschaften. Außerdem kennzeichnen an vielen Hauswänden rechte Graffitis und Schmierereien den Bereich.

Mittwoch, 06.03.2019, 14:53 Uhr aktualisiert: 06.03.2019, 15:02 Uhr

Solange diese verfestigte Wohnsituation und die Markierung von Häusern als «Nazi-Kiez» dazu führe, dass Andersdenkende diesen Straßenzug als Angstraum erlebten, bestehe Handlungsbedarf, erklärte Lange. «Rechtsextremisten müssen wissen: Wir setzen die deutsche Rechtsordnung in jedem Winkel der Stadt durch», sagte er.

Die Polizei darf an Kriminalitätsbrennpunkten unter bestimmten Voraussetzungen sichtbare Videokameras einsetzen, um Straftaten zu verhüten oder sie besser aufklären zu können.

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