Unfälle
Ballonunfall: Pilot hatte keine gültige Gewerbe-Lizenz

Bottrop (dpa/lnw) - Der Pilot eines im vergangenen September in Bottrop havarierten Heißluftballons hatte keine gültige Lizenz für gewerbliche Fahrten. Das geht aus einem Zwischenbericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) hervor. Ob dies für den Unfall eine Rolle gespielt habe, sei aber noch unklar, sagte ein BFU-Sprecher am Mittwoch in Braunschweig. «Die Unfallursache ist noch nicht geklärt.» Zuvor hatte die «WAZ» berichtet.

Mittwoch, 06.03.2019, 15:20 Uhr aktualisiert: 06.03.2019, 15:32 Uhr

Der Ballon mit sechs Personen an Bord hatte sich in 65 Metern Höhe an der Spitze eines Hochspannungsmastes verfangen. Erst nach einer stundenlangen komplizierten Rettungsaktion konnten die Insassen weitgehend unverletzt aus dem Korb geborgen werden.

Nach Angaben der BFU besaß der 72-jährige Pilot zwar eine unbefristete Pilotenlizenz als Freiballonführer. Eine EU-Verordnung sehe jedoch vor, dass Lizenz-Inhaber ab einem Alter von 70 Jahren nicht mehr als Ballon-Piloten im gewerblichen Luftverkehr tätig sein dürften. Da der Mann Fluggäste an Bord hatte, habe es sich jedoch um eine gewerbliche Fahrt gehandelt, sagte der BFU-Sprecher. Der Abschlussbericht zur Unfallursache werde voraussichtlich erst im Herbst vorliegen.

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