Kriminalität
NRW-Polizei verfügt über Kennzeichen-Erfassung

Im Berliner Fall Rebecca führten sie auf die Spur des Verdächtigen, dem Autobahnschützen aus der Eifel wurden sie zum Verhängnis: Kennzeichen-Erfassungsgeräte der Polizei. Drei von ihnen gibt es auch in NRW.

Montag, 11.03.2019, 06:07 Uhr aktualisiert: 11.03.2019, 06:22 Uhr

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die nordrhein-westfälische Polizei verfügt über Kennzeichen-Erfassungssysteme. Das sagte ein Sprecher des NRW-Innenministeriums in Düsseldorf auf dpa-Anfrage. Seit 2006 habe die Polizei drei mobile Geräte des Systems Akes. Die Abkürzung stehe für «Automatisiertes Kennzeichen-Erfassungssystem». Die Geräte können etwa an einer Autobahn tausende Kennzeichen vorbeifahrender Wagen registrieren und speichern.

Ein solches Gerät soll die Polizei im Fall der in Berlin vermissten Rebecca auf die Spur ihres Schwagers gebracht haben. Der Einsatz des Systems stehe in NRW unter richterlichem Vorbehalt. Es werde nur äußerst selten und in Fällen von Schwerstkriminalität eingesetzt, sagte der Ministeriumssprecher. Zwischen 2013 und 2017 sei es in NRW zehn Mal zum Einsatz gekommen. Zuvor hatte die «Welt» berichtet.

Mit Hilfe der umstrittenen Kennzeichenerfassung waren Ermittler auch dem sogenannten Autobahnschützen auf die Spur gekommen. Dabei handelte es sich um einen Fernfahrer aus der Eifel, der aus dem Seitenfenster heraus 112 Mal entgegenkommende Lastwagen beschossen hatte.

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