Freizeit
Legionäre marschieren: Saisonstart der «Römerbaustelle»

An diesem Wochenende hätte Obelix große Freude: Es gibt frische Römer im Museum Haltern. Früher hieß das dortige Lager wohl Aliso. Ein Stück davon ist nachgebaut. Zum Saisonstart kommen echte Legionäre.

Dienstag, 26.03.2019, 13:35 Uhr aktualisiert: 26.03.2019, 13:42 Uhr
Verkleidetet Männer und eine Frau marschieren mit Maultieren. Foto: Roland Weihrauch

Haltern (dpa/lnw) - Frisch ausgebildete Legionäre marschieren an diesem Sonntag (31. März) im ehemaligen Römerlager Aliso in Haltern. Das dortige Römermuseum startet mit einem Aktionstag unter dem Motto «Legionäre, Maultiere und ein Adler...» die diesjährige Saison an der sogenannten Römerbaustelle hinter dem Museum.

25 Interessierte haben im Winter an ihrer Ausstattung gearbeitet und das Exerzieren geübt, die das Museum am Dienstag mitteilte. Erwartet werden auch Freizeit-Soldaten der «I. Roemercohorte Opladen». Die originalgetreu ausgestatteten Legionäre wollen zeigen, wie man vor 2000 Jahren exerzierte, trainierte und marschierte. Mit dabei sind auch Maultiere, das für die Römerzeit typische Transportmittel für schweres Gepäck. Kulisse für das Spektakel ist eine am originalen Platz wiedererrichtete Toranlage des Römerlagers.

Haltern gilt als einer der am besten erforschten Militärstützpunkte aus der Zeit des Kaisers Augustus (63 v.Chr. - 14 n.Chr.): Am Ufer des Flusses Lippe befand sich vor 2000 Jahren ein Hauptlager, das vermutlich den Namen Aliso trug. Bis zu 5000 römische Soldaten der 19. Legion lebten dort. Die «Legio XIX» war eine der drei Legionen, die im Jahr 9 nach Christus in der Varusschlacht untergingen. Im vergangenen Jahr besuchten rund 41 000 Menschen das 1993 errichtete Museum.

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