Prozesse
«Sprayer von Zürich» muss wegen Flamingos vor Gericht

Harald Naegeli (79), der «Sprayer von Zürich», muss wieder vor Gericht. Der Mann, der Graffiti zur Kunstform erhob, soll in Düsseldorf mit der Spraydose illegal unterwegs gewesen sein.

Dienstag, 02.04.2019, 01:51 Uhr aktualisiert: 02.04.2019, 06:25 Uhr
«Sprayer von Zürich»: Naegeli muss wieder vor Gericht.  Foto: Walter Bieri

Düsseldorf (dpa/lnw) - Harald Naegeli, der berühmte «Sprayer von Zürich», steht heute in Düsseldorf vor Gericht. Weil der Künstler unter anderem die Nordrhein-westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste in Düsseldorf mit zwei Flamingo-Figuren verziert haben soll, wird ihm Sachbeschädigung vorgeworfen.

Naegeli selbst hatte die Vorwürfe zurückgewiesen und von Rechtsbeugung gesprochen. Einen Strafbefehl in Höhe von 600 Euro hatte er nicht akzeptiert. Dadurch kommt es jetzt zum Prozess.

Die rechtliche Situation hat sich für den Künstler durch das «Graffiti-Bekämpfungs-Gesetz» von 2005 deutlich verschlechtert. Musste früher eine Beschädigung der Substanz nachgewiesen werden, was bei Farbe auf einer Mauer praktisch ausgeschlossen war, reicht nun die «Veränderung des äußeren Erscheinungsbildes».

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