EU
Thyssen und Tata machen Zugeständnisse für Stahlfusion

Brüssel (dpa) - Der Industriekonzern Thyssenkrupp und der indische Stahlproduzent Tata haben bei den EU-Wettbewerbshütern Zugeständnisse für ihre Stahlfusion gemacht. Diese seien in der Nacht auf Dienstag eingetroffen, hieß es aus der EU-Kommission in Brüssel. Nähere Details wurden zunächst nicht bekannt. Das Prüfverfahren könnte nun bis Juni dauern. Bislang war von Mitte Mai die Rede.

Dienstag, 02.04.2019, 10:32 Uhr aktualisiert: 02.04.2019, 10:42 Uhr
Die Logos des indischen Konzerns Tata und des deutschen Stahlkonzerns Thyssenkrupp. Foto: Marijan Murat/Roland Weihrauch

Die Brüsseler Behörde hatte Ende Oktober eine eingehende Prüfung des Vorhabens eingeleitet. Vor allem bei Stahlzulieferungen an die Automobilindustrie könne es zu Beeinträchtigungen des Wettbewerbs kommen, hieß es. Üblicherweise hat die Behörde 90 Arbeitstage Zeit, um Fusionen im Detail zu prüfen. Diese Frist kann jedoch verlängert werden, wenn nötige Informationen nicht rechtzeitig übermittelt werden. Die Stahlfusion mit dem Konkurrenten Tata gilt als ein Kernstück des geplanten Konzernumbaus von Thyssenkrupp.

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