Buntes
Niederrhein bietet Maibaumbrauch ohne Birkenopfer

Mönchengladbach (dpa/lnw) - Wer seiner Liebsten nach altem Maibaumbrauch seine Zuneigung offenbaren möchte, ohne dafür eine junge Birke zu fällen, hat dazu nun die Gelegenheit. Ein Aktionskünstler schmücke die Bäume bei Mönchengladbach an Ort und Stelle - also im Wald, teilten die Mönchengladbacher Grünbetriebe am Montag mit.

Montag, 08.04.2019, 16:18 Uhr aktualisiert: 08.04.2019, 16:32 Uhr
Die bunten Bänder eines Maibaumes flattern vor dem blauen Himmel. Foto: Federico Gambarini

In vielen Regionen in Deutschland ist es nach wie vor Brauch, dass junge Männer an den Häusern unverheirateter Frauen kleinere Maibäume anbringen. Die sogenannten Maien oder Liebesmaien, meistens mit Krepppapier geschmückte Birken, werden als «Gunstbeweis» aufgestellt oder direkt am Haus angebracht.

Nach der neuen Methode könne das Anbändeln beim Waldspaziergang am 1. Mai geschehen, verbunden mit der Suche nach dem persönlichen Baum, hieß es. Wer einen Baum auf diese Weise miete, bekomme eine Postkarte mit den Koordinaten seines Standortes. Im Service inbegriffen: Der Baumschmuck wird nach ein bis zwei Wochen aus dem Forst entfernt.

Um illegalen Baumfällaktionen vorzubeugen, werden nahe der niederrheinischen Stadt auch junge Birken als Maibäume zum Kauf ab fünf Euro angeboten, die als wilder Begleitwuchs ohnehin gefällt worden wären.

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