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Weiter Untreue-Verdacht gegen Iserlohn und Bürgermeister

Vor zehn Tagen klingelten Ermittler beim Bürgermeister von Iserlohn. Und im Rathaus wurden umfangreiche Daten sichergestellt. Eine ungewöhnlich hohe Abfindung hat Untreue-Verdacht geweckt.

Samstag, 01.06.2019, 11:02 Uhr aktualisiert: 01.06.2019, 11:12 Uhr

Iserlohn (dpa/lnw) - Nach Durchsuchungen in der Stadtverwaltung Iserlohn und der Wohnung des Bürgermeisters ermittelt die Staatsanwaltschaft weiter wegen einer 250 000-Euro-Abfindung. Gegen den Bürgermeister Peter Paul Ahrens (SPD), den Kämmerer und weitere Mitarbeiter der Verwaltung werde wegen des Verdachts der Untreue in einem besonders schweren Fall ermittelt. Es sei umfangreiches Datenmaterial sichergestellt worden, die Auswertung werde «noch eine ganze Weile dauern», sagte ein Behördensprecher.

Es müsse nun genau geklärt werden, «wer wann wie damit befasst war und wer wann welche Entscheidung getroffen hat.» Hintergrund ist die Zahlung einer Abfindung in Höhe von einer Viertel Million Euro zu Jahresbeginn an einen früheren Mitarbeiter der sauerländischen Stadt. Dort waren Räume der Verwaltung und auch mehrere Wohnungen vor zehn Tagen durchsucht worden, darunter die des Bürgermeisters.

Der SPD-Politiker hatte der dpa gesagt, bei 250 000 Euro handele es sich zwar um eine sehr hohe Summe. Das Ganze habe aber nichts mit Veruntreuung zu tun. Er sehe kein schuldhaftes Verhalten. Man habe seinen Rechner und ein Handy mitgenommen.

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