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Laschet zu Klimadebatte: «Wollen Industrieland bleiben»

Dortmund (dpa) - In der Debatte um Klimaschutz und Kohleausstieg hat Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet betont, man wolle Industrieland bleiben. Die Gleichung «Kohle ist Böse, alles andere ist gut», sei falsch, sagte der CDU-Politiker bei der Hauptversammlung des Deutschen Städtetages am Mittwoch in Dortmund. Wenn Stahlwerke, Aluminiumwerke oder die chemische Industrie nicht in Deutschland gehalten werden könnten, werde das für Hunderttausende Menschen den Verlust einer gesicherten Arbeit bedeuten.

Mittwoch, 05.06.2019, 15:25 Uhr aktualisiert: 05.06.2019, 15:32 Uhr
Foto: Caroline Seidel

Es gelte, Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit gleichermaßen zu erreichen, meinte der nordrhein-westfälische Regierungschef. An emissionsarmen Alternativen wie der Wasserstofftechnologie müsse weiter geforscht werden. Der Kohleausstieg sei beschlossen, jetzt brauche es das Gesetz dazu. «Damit alle merken, wir meinen es ernst.» Viele junge Leute seien zwar ungeduldig, sagte er mit Blick auf die Bewegung «Fridays for Future». Aber man müsse ihnen erklären: «Egal, was man macht, es hat immer auch Nachteile.»

Die Klimapolitik gilt als wesentlicher Grund für das schlechte Abschneiden der Union bei der Europawahl. CDU-Chefin Annegret Kamp-Karrenbauer hatte bereits Defizite eingeräumt.

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