Kriminalität
Lügde: Gericht befragt weitere Opfer als Zeugen

Der Prozess um den hundertfachen sexuellen Missbrauch auf einem Campingplatz bei Lügde wird am Donnerstag fortgesetzt. Erneut haben die jungen Opfer das Wort. Im Gerichtssaal aber sitzen nicht mehr alle drei Angeklagten.

Donnerstag, 04.07.2019, 05:53 Uhr aktualisiert: 04.07.2019, 06:02 Uhr

Detmold (dpa) - Im Prozess um den hundertfachen sexuellen Missbrauch von Kindern werden am Donnerstag vor dem Landgericht Detmold (09.00 Uhr) weitere Opfer und Angehörige vernommen. Zum Auftakt in der vergangenen Woche hatten alle Angeklagten Geständnisse abgelegt, so dass die Zeugen nicht mehr im Detail zu den Taten auf einem Campingplatz bei Lügde aussagen müssen. Das Gericht will sich durch ihre Aussagen auch am dritten Verhandlungstag ein Bild davon machen, wie es ihnen und ihren Angehörigen heute geht.

Vor Gericht stehen noch zwei Angeklagte, ein 56-Jähriger aus Lügde und ein 34-Jähriger aus Steinheim. Ihnen wirft die Staatsanwaltschaft hundertfachen sexuellen und schweren sexuellen Missbrauch von Kindern vor. Die Deutschen sollen ihre Opfer auf dem Campingplatz an der Landesgrenze zu Niedersachsen auch wiederholt vergewaltigt haben. Das Verfahren gegen einen 49-Jährigen aus dem niedersächsischen Stade wurde am zweiten Verhandlungstag abgetrennt und wird am 17. Juli fortgesetzt. Er soll an Webcam-Übertragungen teilgenommen haben und teilweise zu den Gewalttaten angestiftet haben.

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