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Zahl allein eingereister Minderjähriger drastisch gesunken

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Zahl unbegleiteter Minderjähriger, die nach Nordrhein-Westfalen einreisen, ist in den vergangenen Jahren drastisch gesunken. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Antwort des NRW-Flüchtlingsministeriums auf eine AfD-Anfrage hervor. Hatten die kommunalen Jugendämter in NRW 2016 noch fast 11 500 allein eingereiste Minderjährige zu betreuen, sank die Zahl im vergangenen Jahr auf knapp 3260.

Montag, 07.10.2019, 12:43 Uhr aktualisiert: 07.10.2019, 12:52 Uhr
Die Zahl unbegleiteter Minderjähriger, die nach NRW einreisen, ist in den vergangenen Jahren drastisch gesunken. Foto: Uli Deck

Die meisten allein eingereisten Kinder und Jugendlichen hatte im vergangenen Jahr Köln unterzubringen und zu versorgen. Die Statistik weist für die Domstadt fast 500 sogenannte Inobhutnahmen aus. Allein für das erste Halbjahr 2019 sind den NRW-Kommunen der Auflistung zufolge insgesamt mehrere Hundert Millionen Euro für diese Aufgabe zugewiesen worden. Die notwendigen Aufwendungen für Unterbringung, Betreuung und Verpflegung würden vom Land vollständig erstattet, teilte das Flüchtlingsministerium mit.

Generell hatte sich der europaweite Trend zu sinkenden Asylbewerberzahlen in den vergangenen Jahren auch in NRW fortgesetzt. Eine Herausforderung für Polizei und Kommunen waren häufig Probleme mit allein eingereisten jungen Männern.

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