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Streik bei Eurobahn wird fortgesetzt

Fahrgäste der Eurobahn müsse wohl noch länger mit Zugausfällen rechnen. Die Gewerkschaft EVG will ihren Streik fortsetzen. Wie lange, ist nicht absehbar.

Montag, 09.12.2019, 17:30 Uhr aktualisiert: 09.12.2019, 17:42 Uhr
Auf einer Anzeigentafel wird auf einen Zugausfall hingewiesen. Foto: Kay Nietfeld

Düsseldorf (dpa/lnw) - Fahrgäste der Eurobahn müssen sich auch am Dienstag auf Zugausfälle einstellen. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) will ihren Streik beim zweitgrößten Anbieter im Schienen-Regionalverkehr in NRW fortsetzen. Die Beschäftigten des Eurobahn-Betreibers Keolis hatten sich vergangene Woche in einer Urabstimmung mit großer Mehrheit für einen unbefristeten Arbeitskampf ausgesprochen.

Betroffen von dem Streik waren am Montag Verbindungen in Ostwestfalen-Lippe, aber auch der Maas-Wupper-Express von Venlo nach Hamm (RE 13). Laut Keolis gab es bis zum späten Nachmittag insgesamt 22 Halt- und Zugausfälle. Zum Teil habe es einen Bus-Ersatzverkehr gegeben. Auch die Werkstatt des Unternehmens in Hamm wurde bestreikt. Dies werde sich in den kommenden Tagen immer stärker auswirken, sagte ein EVG-Sprecher.

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) fordert für die Beschäftigten 7,5 Prozent mehr Geld, Zeitguthabenkonten sowie eine betriebliche Altersvorsorge. Keolis betonte, man habe bereits 2018 ein Wahlmodell mit bis zu 36 Tagen Jahresurlaub eingeführt, die EVG fordere aber bis zu 42 Tage Jahresurlaub. Ein mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) abgeschlossene Tarifvertrag werde für alle Mitarbeiter angewendet. Er sehe eine Tariferhöhung von 5,2 Prozent über zwei Jahre vor.

Der Streik werde so lange fortgesetzt, bis die Geschäftsführung von Keolis die Voraussetzungen für weitere Verhandlungen schaffe, sagte Bundesgeschäftsführerin der EVG, Cosima Ingenschay.

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