Kirche
Präses: Aus dem Glauben heraus für die Erde aktiv werden

Dresden/Bielefeld (dpa/lnw) - Gerade auch aus dem Glauben heraus kann man sich nach Meinung von Präses Annette Kurschus für die Umwelt einsetzen. Etwa «für die verletzte und bedrohte Erde, auf der wir leben», sagte Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, in einem vom ZDF übertragenen Neujahrsgottesdienst aus der Dresdner Frauenkirche. «Für die Generationen nach uns, die auch auf dieser Erde leben wollen. Für Menschen, die uns jetzt brauchen - an Ländergrenzen, an Meeresküsten, im Nachbarhaus, in meiner Familie.»

Mittwoch, 01.01.2020, 14:35 Uhr aktualisiert: 01.01.2020, 14:42 Uhr
Präses Annette Kurschus. Foto: David Inderlied

Die Theologin warnte in ihrem vorab verbreitetem Predigttext vor Überheblichkeit: «Wer den christlichen Glauben dazu missbraucht, sich von anderen abzugrenzen und eine Trennlinie zu den «Ungläubigen» zu markieren, ist nicht in der Spur Christi unterwegs.» Den Glauben gebe es nur in gebrochener, angefochtener Form. «Niemand hat das Recht, die weit geöffnete Tür der Liebe Gottes in eine enge Pforte zu verwandeln, an der Glaubensprüfungen stattfinden und der Einlass nur Auserwählten gewährt wird.»

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