Regierung
Laschet verurteilt «zu viel Hass und Vorurteile»

Düsseldorf (dpa/lnw) - Beim traditionellen Sternsinger-Besuch in der Düsseldorfer Staatskanzlei hat Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) zu Frieden und Völkerverständigung aufgerufen. «Auch bei uns in Deutschland gibt es zu viel Hass und zu viele Vorurteile», erklärte der Regierungschef. «Die Sternsinger stehen zum Glück für das Gegenteil, für Mitgefühl und Toleranz - auch bei uns zuhause.»

Freitag, 03.01.2020, 13:52 Uhr aktualisiert: 03.01.2020, 14:02 Uhr

Laschet appellierte an die Bürger, den Sternsingern die Türen zu öffnen, um für Kinder und Jugendliche in Not zu spenden. Im Mittelpunkt der diesjährigen Sammelaktion steht das Thema Frieden am Beispiel des Libanon.

«In zu vielen Ländern herrschen Krieg, Gewalt und Unsicherheit», stellte der CDU-Politiker fest. «Kinder und Jugendliche leiden darunter am allermeisten. Ihnen fehlt die Geborgenheit, die sie brauchen, um gut aufzuwachsen.»

Der Brauch des Dreikönigssingens zählt in Deutschland seit 2015 zum immateriellen Kulturerbe, wie die Staatskanzlei berichtete. Träger der Aktion sind das Kindermissionswerk «Die Sternsinger» und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend.

Seit 1959 konnten demnach mehr als eine Milliarde Euro an Spenden für mehr als 74 400 soziale Projekte gesammelt werden. Allein im vergangenen Jahr hätten rund 300 000 Sternsingerinnen und Sternsinger in ganz Deutschland Spenden in Höhe von 50,2 Millionen Euro erhalten.

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