Brauchtum
Dreikönigsschrein im Kölner Dom wird geöffnet

Die Katholiken feiern am heutigen Montag «Heilige Drei Könige». Die Gebeine der drei Weisen aus dem Morgenland ruhen der Überlieferung zufolge im Kölner Dom. Erstmals sind sie nun eine ganze Woche lang zu sehen.

Montag, 06.01.2020, 02:46 Uhr aktualisiert: 06.01.2020, 05:03 Uhr
Beten vor dem Dreikönigsschrein im Kölner Dom. Foto: Federico Gambarini

Köln (dpa/lnw) - Jedes Jahr am 6. Januar wird der goldene Schrein im Kölner Dom geöffnet - und hinter einem Gitter werden die Schädel der Heiligen Drei Könige sichtbar. Dieses Jahr bleibt der Schrein erstmals nicht nur einen, sondern sieben Tage bis zum 12. Januar geöffnet. Im Anschluss an die Gottesdienste am Dreikönigstag können Gläubige in einer Prozession unter dem Schrein hindurchziehen.

«Die verlängerte Öffnung des Schreins fördert unser Anliegen, den Dom stärker als Ort zu prägen, an dem wir die Heiligen Drei Könige in besonderer Weise verehren», sagte Domdechant Robert Kleine. «Sie sind das eigentliche Herzstück unserer Kathedrale.» So unglaublich es klingt: Der ganze Kölner Dom ist nur für diese Gebeine gebaut worden. Nach biblischer Überlieferung waren die Weisen aus dem Morgenland als erste zum Jesuskind gepilgert. Ein Stern habe ihnen den Weg gewiesen.

Die mutmaßlichen Gebeine wurden im Jahr 1164 als Kriegsbeute nach Köln geschafft. Sie waren für mittelalterliche Menschen eine Sensation, so dass sich die damals größte deutsche Stadt zum bedeutendsten Wallfahrtsort nach Rom und Santiago de Compostela entwickelte. Der Feiertag «Heilige Drei Könige» am 6. Januar ist für Katholiken einer der wichtigsten.

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