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Sondierungsgespräche beim Eurobahn-Streik

Düsseldorf (dpa) - Im Streik bei der Eurobahn gibt es für die seit Wochen unter Zugausfällen leidenden Kunden zumindest wieder ein wenig Hoffnung auf ein Ende des Arbeitskampfes. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG und die Eurobahn-Mutter Keolis trafen sich am Montag in Düsseldorf zu Sondierungsgesprächen, wie eine Keolis-Sprecherin bestätige. Über den Verlauf der Gespräche war zunächst nichts zu erfahren.

Montag, 06.01.2020, 14:39 Uhr aktualisiert: 06.01.2020, 14:52 Uhr
Ein Triebwagen der Eurobahn fährt in den Bahnhof ein. Foto: Friso Gentsch

Der Streik läuft inzwischen seit rund vier Wochen. Mit Wochenbeginn traten bei der Eurobahn weitere Einschränkungen im Bahnangebot in Kraft. Betroffen war vor allem Ostwestfalen. Der Schwerpunkt der Streiks liegt laut Keolis in der Eurobahn-Werkstatt in Hamm-Heessen. Dies führe dazu, dass immer weniger Züge für den Verkehr zur Verfügung stünden.

Die EVG fordert für die Beschäftigten 7,5 Prozent mehr Geld, Zeitguthabenkonten sowie eine betriebliche Altersvorsorge. Die Verhandlungspositionen beider Seiten schienen vor Beginn der Sondierungsgespräche allerdings noch weit voneinander entfernt. So klagte der EVG-Vorsitzende Torsten Westphal noch am Freitag, dass der Gewerkschaft «kein verhandlungsfähiges Angebot» vorliege. Keolis selbst hatte dagegen berichtet, der EVG ein deutlich verbessertes Angebot unterbreitet zu haben, das den EVG-Wünschen bei wichtigen Themen «sehr weit» entgegenkomme.

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