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Tumult bei Clan-Prozess: Drei Männer des Saales verwiesen

Essen (dpa/lnw) - Tumult im Gerichtssaal: Bei einem Prozess um eine Gewalttat zwischen verfeindeten Großfamilien im Essener Amtsgericht sind am Montag drei Männer des Saales verwiesen worden. «Bei einer Beweisaufnahme gab es einen Zwischenruf durch einen Zuschauer», sagte Gerichtssprecherin Gaury Sastry. Die Lage sei verbal eskaliert, dann habe es zwischen drei Männern im Zuschauerraum körperliche Übergriffe gegeben. Die drei wurden des Saales verwiesen. Die Sitzung habe nach etwa einer halben Stunde fortgesetzt werden können. Sastry hielt es für möglich, dass es sich bei den Männern um Angehörige der beiden Familien handelte. Zuvor hatte die «WAZ» berichtet. Nach Angaben der Zeitung wurde bei dem Vorfall ein Mann in Handschellen aus dem Gerichtsgebäude geführt.

Montag, 06.01.2020, 17:05 Uhr aktualisiert: 06.01.2020, 17:12 Uhr
Das Gebäude, in dem sich Landgericht, Amtsgericht und Arbeitsgericht Essen befinden. Foto: Bernd Thissen

Acht Jugendliche und junge Männer im Alter von 16 bis 21 Jahren sind wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Sie sollen den Sohn des Oberhaupts einer verfeindeten Großfamilie im Juni 2019 auf einem Schulhof in Essen brutal zusammengetreten haben.

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