Prozesse
Vereinsheim von Heinos Ex-Club: Brandstiftung gestanden

Düsseldorf (dpa/lnw) - Ein drogenabhängiger Intensivtäter hat gestanden, das Vereinsheim von Heinos ehemaligem Fußballverein in Düsseldorf angezündet zu haben. Er habe eine Gasflasche aufgedreht, das ausströmende Gas angezündet und die Flasche durch ein Fenster des Vereinsheims geworfen, sagte der 26-Jährige am Dienstag im Prozess am Düsseldorfer Landgericht aus. Er habe damit die Spuren des Einbruchs in das Gebäude verwischen wollen, den er zuvor mit seiner Ex-Frau dort begangen habe. Die mitangeklagte 24-Jährige gestand den Einbruch ebenfalls.

Dienstag, 07.01.2020, 13:32 Uhr aktualisiert: 07.01.2020, 13:42 Uhr
Die Aufschrift «Landgericht Düsseldorf» am Gebäude des Landgerichtes. Foto: Martin Gerten

Ende Oktober 2018 war das Vereinshaus des Fußballclubs Schwarz-Weiß 06 völlig niedergebrannt. Das Duo gab an, zur Tatzeit unter Drogen gestanden zu haben. Mit dem Einbruch hätten sie ihre Drogensucht finanzieren wollen. Am Tag nach dem Feuer war die angeklagte Frau nach einer Unfallflucht festgenommen worden. In ihrem Auto wurde ein Tablet gefunden, auf dem ihr Ex-Mann prahlte, den Brand gelegt zu haben.

Der Sachschaden am Gebäude wurde zunächst auf 600 000 Euro beziffert, später auf 1,2 Millionen. Das Vereinsheim wurde damals komplett zerstört und konnte bis heute nicht ersetzt werden. Das Vereinsleben findet in einem Provisorium aus Containern statt. Heino hatte als Jugendlicher den rechten Verteidiger für Schwarz-Weiß gegeben. Er hatte seinem alten Verein mit einer Benefizaktion geholfen. Der Prozess wird fortgesetzt.

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