Migration
Entwendendete Dreikönigsfiguren aus Kirchen wieder zurück

Münster (dpa/lnw) - Ein Künstlerkollektiv hat Dreikönigsfiguren aus mehreren Kirchen entführt, inzwischen aber wieder zurückgebracht. Man habe mit der Aktion auf «menschenunwürdige Bedingungen» in Lagern an der EU-Außengrenze und in Deutschland sowie eine «zunehmende Entrechtung Geflüchteter» hinweisen wollen, berichtete die Gruppe «Ausgegrenzt» am Dienstag. Daher seien in rund 15 Kirchen in Berlin, Bielefeld, Darmstadt, Frankfurt, Freiburg, Köln und Münster am vergangenen Samstag je zwei der Heiligen Drei Könige kurzzeitig aus den Krippen entfernt worden.

Dienstag, 07.01.2020, 16:08 Uhr aktualisiert: 07.01.2020, 16:22 Uhr

Eine Sprecherin des Kollektivs sagte laut Mitteilung, viele Gemeinden und auch kirchliche Stellen hätten die Aktion rund um den 6. Januar positiv aufgenommen. Deutschland und die EU kalkulierten den Tod von Tausenden an den Grenzen ein - mit einer «Politik der Abschottung, Abschreckung und Abschiebung». Einige wenige Gemeinden hätten aber auch mit Strafanzeigen gedroht. Der Feiertag «Heilige Drei Könige» am 6. Januar gehört für Katholiken in aller Welt zu einem der wichtigsten.

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