Auszeichnungen
Zehn Jahre fliegende Bilder: Preis für Adolf Winkelmann

Dortmund (dpa/lnw) - Für seine «Fliegenden Bilder» am Dortmunder U-Turm wird der Filmemacher Adolf Winkelmann von den Kaufleuten seiner Heimatstadt ausgezeichnet. Seit fast zehn Jahren bestimmen die Lichtinstallationen Winkelmanns an dem Wahrzeichen das Stadtbild mit. Als «einer der kreativsten Dortmunder Köpfe», der das «innovative Bild der Stadt weit über Deutschland hinaus präge», erhält er an diesem Donnerstag (11.00) den City-Ring als Anerkennung dieser Leistung, hieß es in der Einladung zur Preisverleihung.

Donnerstag, 09.01.2020, 06:35 Uhr aktualisiert: 09.01.2020, 06:42 Uhr
Der Regisseur Adolf Winkelmann sitzt auf dem Gelände des stillgelegten Bergwerks «Zeche Zollern». Foto: Horst Ossinger

Im Kulturhauptstadtjahr 2010 zeigte Winkelmann (heute 73) erstmals Videoclips auf den sieben Meter hohen Displays hoch oben am Turm des ehemaligen Brauerei-Gebäudes, das heute als Kulturzentrum und Museum genutzt wird. Er habe nicht geahnt, dass dies der Beginn einer dauerhaften Ausstellung sein würde, ließ er mitteilen. Seither hat er rund 140 Videoinstallationen geschaffen, die täglich 18 Stunden lang auf den Leinwänden in der Dachkrone unter dem goldenen U zu fliegen scheinen.

Zunächst zeigte Winkelmann riesige pickende Tauben, nach und nach wuchs das Bildprogramm. Mal sprudelt Bier um den U-Turm, mal fließt flüssiger Stahl. Zu Heimspielen des Fußballbundesligisten Borussia Dortmund zieren schwarz-gelbe Kickerfiguren den Turm. Bei Nazi-Demonstrationen war auch schon mal in Großbuchstaben der Satz «Ich der Turm fand schon damals Nazis voll uncool» auf dem Gebäude aus den 1920er-Jahren zu lesen.

Außerhalb Dortmunds ist Winkelmann vor allem als Regisseur bekannt: Durch Filme wie «Junges Licht» oder «Jede Menge Kohle» hat er sich den Ruf eines wichtigen Filmemachers über das Ruhrgebiet erarbeitet.

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