Auto
NRW beim Ausbau des E-Auto-Ladenetzes nicht ganz so schnell

Die Zahl der Ladepunkte für Elektroautos in NRW steigt. Aber Baden-Württemberg zog im vergangenen Jahr vorbei.

Freitag, 10.01.2020, 06:07 Uhr aktualisiert: 10.01.2020, 06:22 Uhr
Ein Elektroauto steht an einer Ladesäule in Paderborn und wird geladen. Foto: Friso Gentsch

Berlin (dpa/lnw) - In Nordrhein-Westfalen kommt der Ausbau öffentlich zugänglicher Ladepunkte für Elektroautos langsamer voran als in den süddeutschen Bundesländern. Ende vergangenen Jahres (11. Dezember) gab es in NRW 3880 solcher Ladepunkte, gut 1100 mehr als ein Jahr zuvor, wie aus Zahlen des Energieverbandes BDEW hervorgeht. NRW liegt damit auf Platz drei unter den Bundesländern. Mehr Ladepunkte gibt es demnach in Bayern (5656) und Baden-Württemberg (4094). Baden-Württemberg zog in den vergangenen zwölf Monaten an NRW vorbei. Ende 2018 hatte NRW unter den Ländern noch die zweitmeisten Ladepunkte.

Insgesamt gibt es in Deutschland derzeit rund 24 000 öffentliche Ladepunkte - das sind fast 50 Prozent mehr als im Vorjahr. Demgegenüber stünden derzeit rund 220 000 E-Autos und Plug-in-Hybride, so der BDEW. Im Durchschnitt würden sich damit gerade einmal neun E-Autos beziehungsweise Plug-in-Hybride einen Ladepunkt teilen.

Vergleichsweise wenige öffentliche Ladepunkte gibt es in den NRW-Großstädten. Für Düsseldorf weist das Register 225 Lademöglichkeiten aus, in Essen sind es 177 und in Köln 159. Zu Vergleich: Spitzenreiter unter den Großstädten sind München und Hamburg, mit jeweils mehr als 1000 Ladepunkten. In der Regel befinden sich an einer Ladesäule zwei Ladepunkte.

Nachrichten-Ticker