Energie
RWE schlägt runden Tisch zum Windkraft-Ausbau vor

Berlin (dpa) - Der Stromkonzern RWE schlägt einen runden Tisch Windenergie vor, um den Bau von Windrädern an Land wieder in Gang zu bringen. «Der nächste große Knoten, den wir durchschlagen müssen, ist der fast zum Erliegen gekommene Ausbau bei Onshore-Windkraftanlagen», sagte die Chefin der RWE-Ökostromsparte, Anja-Isabel Dotzenrath, der Deutschen Presse-Agentur.

Freitag, 24.01.2020, 16:18 Uhr aktualisiert: 24.01.2020, 16:32 Uhr
Anja-Isabel Dotzenrath, Geschäftsführerin von RWE Erneuerbare Energien, schaut in die Kamera. Foto: Kay Nietfeld

«Vielleicht könnte man einen ähnlichen Weg gehen wie beim Kohle- und Kernenergieausstieg: einen runden Tisch, der sich des Themas annimmt und konkrete Lösungsvorschläge macht», sagte Dotzenrath. Daran sollten «alle Interessengruppen beteiligt werden, auch Bürgerinitiativen». Ein runder Tisch Windenergie müsse auch unpopuläre Vorschläge machen, «wie einfachere und schnellere Genehmigungsverfahren».

Der Bau neuer Windräder an Land ist im vergangenen Jahr in Deutschland auf den tiefsten Stand seit mehr als 20 Jahren eingebrochen. Hauptgründe sind lange Genehmigungsverfahren, zu wenig ausgewiesene Flächen und viele Klagen.

Der wegen seiner Braunkohlekraftwerke in der Kritik stehende RWE-Konzern baut seine Ökostromerzeugung aus. Der Großteil der Kapazitäten steht allerdings im Ausland. «Wir wollen natürlich auch im Onshore-Bereich weiter in Deutschland investieren», sagte Dotzenrath. Das sei aber derzeit schwierig. «Da sind wir genehmigungsrechtlich nicht weitergekommen.»

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