Fußball
Paderborns Baumgart erneuert Schiedsrichter-Kritik

Paderborn (dpa) - Paderborns Trainer Steffen Baumgart hat nach dem 2:4 (1:2) gegen den VfL Wolfsburg erneut die Schiedsrichter kritisiert. «Es wird mit zweierlei Maß gemessen», sagte Baumgart. «Ich entschuldige mich bei meinem Verein, weil ich die Fresse halten sollte. Aber das will und kann ich nicht», sagte Baumgart in der Pressekonferenz.

Sonntag, 02.02.2020, 21:13 Uhr aktualisiert: 02.02.2020, 21:22 Uhr
Paderborns Trainer Steffen Baumgart. Foto: Friso Gentsch

Im TV-Sender Sky hatte sich Baumgart unmittelbar nach dem Spiel noch zurückgehalten. «Lassen wir es einfach, dann ist gut», sagte der 48-Jährige angesprochen auf die Entscheidungen des Unparteiischen. Der SC Paderborn hatte gegen Wolfsburg ab der 34. Minute mit zehn Spielern auskommen müssen, weil Gerrit Holtmann nach einer Tätlichkeit gegen Renato Steffen die Rote Karte gesehen hatte. «Er trifft ihn an der Schulter. Wenn er es als Tätlichkeit bewertet, dann ist es Rot, auch wenn es hart ist. Was mich aber stört ist, dass es in anderen Situationen anders bewertet wird», sagte Baumgart.

Der Paderborner Trainer ärgerte sich besonders darüber, dass der bereits mit Gelb verwarnte Wolfsburger Josuha Guilavogui nach einem groben Foul gegen Sebastian Vasiliadis nicht mit Gelb-Rot vom Platz geflogen war. «Wenn mein Spieler Klaus Gjasula dieses Foul gemacht hätte, hätte er definitiv Gelb gesehen», sagte Baumgart. «Und das ist es, was mich ärgert. Namen und Vereine sollten keine Rolle spielen, tun es aber.»

Paderborns Geschäftsführer Martin Przondziono reihte sich in die Reihe der Protagonisten aus der Bundesliga ein, die einen Runden Tisch mit den Schiedsrichtern gefordert haben. «Vielleicht wäre es gut, wenn wir uns alle Mal in Ruhe zusammensetzen», sagte Przondziono, der am Sonntag von Schiedsrichter Patrick Ittrich ebenfalls Gelb wegen Meckerns gesehen hatte.

Nachrichten-Ticker