Kriminalität
Mann mit Samuraischwert erschlagen: Urteil erwartet

Die beiden Männer kannten sich flüchtig. Bei einem Trinkgelage soll der eine den anderen, einen 38 Jahre alten Familienvater, mit einem Samuraischwert erschlagen haben. Jetzt wird das Urteil erwartet.

Montag, 03.02.2020, 06:55 Uhr aktualisiert: 03.02.2020, 07:02 Uhr
Eine Statue der Justitia steht neben Aktenbergen. Foto: Volker Hartmann

Mönchengladbach (dpa/lnw) - Im Prozess um Totschlag mit einem Samuraischwert wollen die Richter heute in Mönchengladbach das Urteil sprechen. Der Angeklagte hatte zugegeben, bei einem Trinkgelage im Streit seinen Besucher mit einem Samuraischwert erschlagen zu haben. An den genauen Tathergang könne er sich aber nicht erinnern.

Der beim Prozessauftakt 47 Jahre alte Angeklagte war zur Tatzeit schwer betrunken. Tatzeugen gibt es nicht. Der Beschuldigte alarmierte damals selber die Polizei. Als die eintraf, hatte der Deutsche das Schwert noch in der Hand. Das 38 Jahre alte Opfer, ein zweifacher Vater, wurde im April letzten Jahres mit 37 Schwerthieben getötet. Die beiden Männer hatten sich flüchtig gekannt.

Die Staatsanwaltschaft forderte neun Jahre und acht Monate Haft für den Angeklagten sowie seine Unterbringung in einer Entzugsklinik. Die Verteidigung hielt sechs Jahre für angemessen und den Maßregelvollzug für nötig. In seinem letzten Wort sagte der Angeklagte, er könne sich die Tat selbst nicht erklären. Es tue ihm leid und er hoffe wegen seiner Alkoholsucht auf Hilfe.

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