Notfälle
Weiter Suche nach Mädchen aus Menden: Fotos verteilt

Das Mädchen aus Menden im Sauerland bleibt verschwunden. Auch am Dienstag will die Polizei bei ihrer Suche nichts unversucht lassen. Immer wieder schrecken vermeintlich wichtige Funde auf.

Dienstag, 04.02.2020, 16:14 Uhr aktualisiert: 04.02.2020, 16:22 Uhr
Ein Feuerwehrmann steht am Ufer des Flusses Hönne. Die Suche nach der vermissten Zehnjährigen aus Menden im Sauerland ist am Montag mit einem Hubschrauber fortgesetzt worden. Dieser nehme erneut den Flussverlauf der Hönne in den Blick - zwischen Menden und dem Mündungsgebiet zur Ruhr in Richtung Schwerte. Foto: Fabian Strauch

Menden (dpa/lnw) - Trotz tagelang erfolgloser Suche nach einem Mädchen im Sauerland geben die Rettungskräfte die Hoffnung nicht auf, die Zehnjährige lebend zu finden. «Es gibt noch immer eine Chance, dass sich das Mädchen irgendwo verkrochen hat», sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Man lasse nichts unversucht, gehe jedem einzelnen Hinweis sofort nach. Bisher fehle aber weiter jede Spur von dem scheuen autistischen Kind.

Auch am Dienstag stiegen sogenannte Strömungsretter der Feuerwehr mehrere Male in die Hönne, nachdem Passanten etwas in dem Fluss entdeckt hatten. Bisher hatten die geborgenen Gegenstände laut Polizei keinen Bezug zu dem Mädchen. Es handelte sich mal um einen Schlafsack oder eine Warnweste, meistens um weggeworfene Kleidungsstücke. Der Fluss weist durch relativ große Wassermassen eine starke Strömung auf, was die Suche erschwert.

Es wurde befürchtet, dass die Zehnjährige in die Hönne gefallen sein könnte, die unmittelbar an dem Haus der Familie entlang fließt. Das Kind war Samstag in einem unbeobachteten Moment aus der Wohnung in Menden gelaufen - wohl barfuß und in einem rosafarbenen Pyjama.

Am Wochenende und am Montag war mit einem Großaufgebot gesucht worden - auch per Hubschrauber und Flugdrohne über dem Fluss bis in Richtung Schwerte und Ruhr-Mündung. Am Dienstag starteten keine Helikopter, es kamen auch keine großen Suchtrupps mehr entlang der Wehre zum Einsatz. «Wann immer wir aber von dort Hinweise bekommen haben, haben wir das natürlich sofort vor Ort überprüft», sagte der Polizeisprecher.

Es gebe «kaum einen Quadratmeter im Umfeld, der nicht gründlich abgesucht wurde», schilderte er. Jeder einzelne vermeintliche Fund schrecke neu auf. Bisher habe es sich stets um einen Fehlalarm gehandelt.

Auch in der Innenstadt von Menden waren die Ermittler weiter unterwegs. Man habe Passanten und Mitarbeiter von Geschäften befragt, erneut Handzettel mit Fotos von dem verteilt.

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