Gesundheit
Unikliniken sehen sich für Warnstreik der Ärzte gerüstet

Hunderte Ärzte aus NRW wollen sich an einem bundesweiten Warnstreik beteiligen. Trotzdem gehe der Betrieb am Dienstag für die Patienten weiter, sagen die Unikliniken.

Dienstag, 04.02.2020, 06:58 Uhr aktualisiert: 04.02.2020, 07:12 Uhr
Am Eingang zum Klinikum Essen hat die Gewerkschaft Verdi im Sommer 2018 ein Streikplakat aufgehängt. Foto: Roland Weihrauch

Köln/Bonn (dpa/lnw) - Die Unikliniken in NRW sehen sich dafür gerüstet, dass etliche ihrer Ärzte am Dienstag auf die Straße gehen wollen. Man gehe davon aus, den Betrieb geregelt weiterführen zu können, hieß es von den Unikliniken vor Beginn des Warnstreiks. Das gelte auch für den Fall, dass Patienten mit Verdacht auf den Coronavirus kommen. So sei etwa das Institut für Virologie und Mikrobiologie in Köln vom Warnstreik ausgenommen.

Hunderte Ärztinnen und Ärzte der Unikliniken in Aachen, Bonn, Düsseldorf, Essen, Köln und Münster wollten sich am Dienstag an einem bundesweiten Warnstreik mit zentraler Kundgebung in Hannover beteiligen und für bessere Arbeitsbedingungen kämpfen. Die Ärztevertretung Marburger Bund hat nach eigenen Angaben rund 6000 Beschäftigte aus NRW aufgerufen, sich zu beteiligen.

Einige Kliniken - darunter Köln - haben eine sogenannte Notdienstvereinbarung getroffen, die gewährleistet, dass eine bestimmte Anzahl an Medizinern den Betrieb aufrecht erhält. Aus Essen und Düsseldorf hieß es, es könne zu längeren Wartezeiten kommen. Viele planbare Eingriffe oder Therapien wurden im Vorhinein verschoben. Patienten, die dennoch einen festen Termin bekommen haben, sollen nach Angaben der Krankenhäuser aber nach wie vor erscheinen.

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