Gesundheit
Ärzte aus NRW gehen auf die Straße: Bundesweiter Warnstreik

Sie sind überarbeitet und unter großem Druck: Ärztinnen und Ärzte an den Unikliniken wollen am Dienstag für bessere Arbeitsbedingungen in Hannover auf die Straße gehen. Aus NRW rollen mehrere Busse los.

Dienstag, 04.02.2020, 14:00 Uhr aktualisiert: 04.02.2020, 14:12 Uhr
Zwei Ärzte spiegeln sich in einer Fensterscheibe vor der Rettungsstelle eines Klinikums. Foto: Daniel Naupold

Köln (dpa/lnw) - Mehrere Hundert Ärztinnen und Ärzte der Unikliniken in Nordrhein-Westfalen wollen sich heute an einem bundesweiten Warnstreik beteiligen und für bessere Arbeitsbedingungen kämpfen. Die Ärztevertretung Marburger Bund hat nach eigenen Angaben rund 6000 Beschäftigte an den Unikliniken in Aachen, Bonn, Düsseldorf, Essen, Köln und Münster aufgerufen, für einen Tag ihre Arbeit niederzulegen. Man erwarte, dass mehrere Hundert Ärzte sich beteiligen, sagte ein Sprecher des Marburger Bunds. Die Mediziner fahren am frühen Morgen mit Bussen zu einer zentralen Kundgebung in Hannover, zu der Teilnehmer aus dem ganzen Bundesgebiet erwartet werden.

Patienten der betroffenen Kliniken sollen dem Marburger Bund zufolge nichts zu befürchten haben. In allen Kliniken soll es mindestens eine Besetzung geben, wie sie auch an Wochenenden üblich ist. Lediglich planbare Therapien oder Eingriffe würden auf andere Tage gelegt.

Die Ärztevertreter wollen neben sechs Prozent mehr Geld auch Maßnahmen erwirken, die das Personal vor massiver Überlastung schützen sollen. So sollen etwa Arbeitszeiten manipulationsfrei erfasst und Dienstpläne verlässlich gestaltet werden. Die Tarifverhandlungen gelten als festgefahren.

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