Kriminalität
Mutmaßlicher Drogenschmuggler mit Flucht über Autobahnen

Emmerich/Duisburg (dpa/lnw) - Ein mutmaßlicher Drogenschmuggler hat sich über mehrere NRW-Autobahnen eine waghalsige Verfolgungsfahrt mit der Polizei geliefert - bis der Tank leer war. Der junge Autofahrer sei den Beamten kurz nahe der Grenze in Emmerich aufgefallen, teilte die Polizei am Dienstag mit. Als sie ihn stoppen wollten, habe er Vollgas gegeben. Mit zahlreichen Einsatzkräften und einem Hubschrauber nahmen die Beamten am Montagabend die Verfolgung auf. Der Mann sei mit bis zu 200 Stundenkilometern sowie «riskanter und aggressiver Fahrweise» über die Autobahn in Richtung Köln gerast. Auch nach einer Kollision mit einem Einsatzwagen bei Wesel habe er seine Flucht fortgesetzt.

Dienstag, 04.02.2020, 14:27 Uhr aktualisiert: 04.02.2020, 14:42 Uhr
Ein Polizeiwagen mit eingeschaltetem Blaulicht. Foto: Carsten Rehder

Nach etwa 60 Kilometern blieb das Auto bei Duisburg wegen Spritmangels stehen. Der Fahrer stieg nach Polizeiangaben aus und schmiss eine Einkaufstasche hinter die Leitschutzplanke. Die Beamten nahmen den 25-Jährigen ohne Führerschein fest. In der Tasche hätten die Polizisten kiloweise Drogen gefunden: Marihuana, Amphetamine sowie geringe Mengen Chrystal Meth und Heroin.

Wegen der lebensgefährlichen Fahrmanöver nahm die Polizei Ermittlungen auf und richtete eine Mordkommission ein. Wegen versuchten Totschlags, Handels mit Betäubungsmitteln gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr sollte der 25-Jährige am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt werden.

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