Hochwasser
Rhein: Pegelstände steigen weiter, Höchststand am Donnerstag

Der Rhein steigt weiter, und noch sind die Höchststände nicht erreicht. Doch richtig kritisch wird es in NRW wohl nicht. Für die Schifffahrt gibt es nur geringe Einschränkungen.

Mittwoch, 05.02.2020, 17:42 Uhr aktualisiert: 05.02.2020, 17:52 Uhr
Ein Binnenschiff fährt auf dem Rhein, im Hintergrund ist der Kölner Dom zu sehen. Foto: Oliver Berg

Köln/Düsseldorf (dpa/lnw) - Wegen steigender Pegelstände des Rheins gibt es seit Mittwoch erste Einschränkungen für die Schifffahrt. Schiffe durften seit dem Morgen im Bereich Köln maximal mit Tempo 20 und in der Flussmitte fahren. Dies habe aber zu keinen größeren Problemen geführt, teilte die Wasserschutzpolizei mit.

Mit steigendem Pegel werde die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung wahrscheinlich auch Einschränkungen für Bereiche bei Düsseldorf und Duisburg verhängen, hieß es. Mit einer Einstellung des Schiffsverkehrs ist aber nicht zu rechnen. Das sei erst ab einem Pegelstand von 8,30 Metern nötig, teilten die Kölner Stadtentwässerungsbetriebe mit.

Bis zum Donnerstag werden die Pegelstände am Niederrhein weiter steigen, prognostizieren Experten der zuständigen Hochwassermeldezentrale in Mainz. Demnach werden am Donnerstag Höchststände für Bonn (7,50 Meter), Köln (8,10 Meter), Düsseldorf (7,90 Meter) und Duisburg-Ruhrort (9,20 Meter) erwartet. Bereits am Freitag sollen die Pegelstände sinken. Nur für Wesel sei noch kein Höchststand abzusehen.

Mittwochnachmittag kam es stellenweise zu Überflutungen einiger Uferbereiche zwischen Bonn und Köln. Zudem stellten einige Rheinfähren ihren Betrieb ein. Städte entlang des Niederrheins bereiteten sich auf Überschwemmungen vor. In Düsseldorf wurden Schieber geschlossen, damit kein Rheinwasser in die Düssel floss. Mehrere Städte sperrten Wege und Parkplätze in Ufernähe. Außerdem wurden mobile Schutzwände aufgebaut und spezielle Pumpen in Betrieb genommen. Die Stadt Bonn habe parkende Autos aus einem möglichen Überschwemmungsbereich abschleppen lassen, sagte ein Stadtsprecher.

Zu Jahresbeginn führe der Rhein regelmäßig Hochwasser, sagte eine Sprecherin des Landesamtes für Natur, Umwelt und Naturschutz (LANUV). Starke Regenfälle und Schneeschmelze flussaufwärts führten zu stark steigenden Pegelständen. In Rheinland-Pfalz kommt es seit den vergangenen Tagen zu Überschwemmungen einzelner Orte.

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