Fußball
Stark: Ganze Bundesliga nach Rassismus-Vorwurf gefordert

Gelsenkirchen (dpa) - Hertha-Kapitän Niklas Stark hat sich nach den Rassismus-Vorwürfen rund um das Pokalspiel beim FC Schalke 04 für ein Signal des deutschen Fußballs ausgesprochen. Sein Teamkollege Jordan Torunarigha war beim Pokal-Aus der Berliner am Dienstagabend nach Angaben von Trainer Jürgen Klinsmann von Zuschauern rassistisch beleidigt worden. «Wenn ich mich da auch nur ein bisschen hineinversetze, kommt mir schon alles hoch und ihn trifft es noch viel mehr», sagte Nationalspieler Stark auf der Internetseite von Hertha BSC. «Sowas geht gar nicht, das würde zumindest auch teilweise erklären, was da noch passiert ist. Da müssen wir als Mannschaft, als Verein, eigentlich die ganze Bundesliga hinter ihm stehen! Man muss sich ganz klar davon distanzieren, das ist kein Verhalten.»

Mittwoch, 05.02.2020, 09:09 Uhr aktualisiert: 05.02.2020, 09:22 Uhr
Herthas Jordan Torunarigha (M)zusammen mit Niklas Stark (l) und Lukas Klünter. Foto: Peter Steffen

Die Berliner berichteten, dass sie Schiedsrichter Harm Osmers bei der 2:3-Niederlage in der Verlängerung auf die Beleidigungen hingewiesen hätten. Torunarigha war in der Verlängerung (102. Minute) vom Platz gestellt worden. Er war unabsichtlich mit Schalkes Trainer David Wagner zusammengestoßen und hatte einen Getränkekasten zu Boden geworfen. «Es war ja kaum zu übersehen, nach dem Spiel und vor der Verlängerung, wie er da aussah und dass es ihn mitgenommen hat», sagte Stark über Torunarigha. Nachdem Wagner dem Hertha-Profi nach eigener Aussage aufhelfen wollte, sah dieser von Osmers nach Videobeweis die Rote Karte und musste den Innenraum verlassen.

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