Agrar
Autobatterie im Futtergras: Rinder sterben an Bleivergiftung

Erwitte (dpa/lnw) - Durch eine zerstörte Autobatterie im Futter sind mehr als 20 Tiere einer Rinderherde eines Biohofes vergiftet worden. Einige der Tiere des Hofes in Erwitte im Kreis Soest starben an einer Bleivergiftung, andere mussten aufgrund starker Symptome eingeschläfert werden, sagte ein Kreis-Sprecher am Mittwoch. Es sei davon auszugehen, dass eine Batterie einem Feld des Hofes abgelegt worden war und so in die Silage-Ballen gelangte, die aus dem dort gewonnen Gras gepresst werden. Dass beim Pressen der Silage freigesetzte Bleiaceton sei in mehreren Ballen nachgewiesen worden. Der Hof habe Anzeige erstattet, die Staatsanwaltschaft soll den Vorfall untersuchen. Der WDR hatte zuvor berichtet.

Mittwoch, 05.02.2020, 12:07 Uhr aktualisiert: 05.02.2020, 12:12 Uhr

Derzeit zeigten fünf weitere Tiere der insgesamt 46-köpfigen Herde ebenfalls Symptome. Sie würden weiter beobachtet, sagte der Kreis-Sprecher. Die Übrigen sollen geschlachtet werden, weil der Hof von vorne beginnen und eine neue Herde aufbauen wolle. Das Fleisch dieser Tiere solle auf Tauglichkeit geprüft werden, bevor es verkauft werde.

Auf ihrer Homepage informierten die Landwirte über den bereits zwei Wochen zurückliegenden Vorfall: «Die letzten Tage haben wir um das Überleben unserer Herde gekämpft. Leider haben wir diesen Kampf nun verloren», hieß es dort.

Nachrichten-Ticker