Fußball
Schalke kündigt Untersuchungen im Rassismus-Fall an

Gelsenkirchen (dpa) - Der FC Schalke 04 hat nach den mutmaßlich rassistischen Vorfällen beim Pokalsieg gegen Hertha BSC Untersuchungen angekündigt. Der Verein nehme «die Aussagen des Spielers von Hertha BSC, Jordan Torunarigha, hinsichtlich rassistischer Aussagen und Laute gegen ihn während des Pokalspiels am Dienstagabend sehr ernst», hieß es am Mittwoch in einer öffentlichen Stellungnahme auf der Homepage des Fußball-Bundesligisten. «Gemeinsam mit der Polizei Gelsenkirchen, dem Sicherheitsdienst und internen Quellen, wie beispielsweise der kürzlich eröffneten #stehtauf-Anlaufstelle, wird der Fall ausführlich geprüft.»

Mittwoch, 05.02.2020, 12:41 Uhr aktualisiert: 05.02.2020, 12:52 Uhr
Dedryck Boyata, Torwart Rune Jarstein und Jordan Torunarigha von Hertha BSC stehen vor der Nordkurve. Foto: Bernd Thissen

Der Vorstand und Trainer David Wagner hatten sich schon direkt nach dem Achtelfinal-Spiel, das Schalke nach Verlängerung mit 3:2 gewonnen hatte, bei den Berlinern und dem dunkelhäuten Abwehrspieler entschuldigt und das Fan-Verhalten verurteilt. «Von Seiten des Vereins gibt es null Toleranz für ein solches Verhalten. Wir werden alles dafür tun, dass wir diejenigen, die dafür verantwortlich sind, ausfindig machen und mit Konsequenzen belegen. Ein solches Verhalten verstößt nicht nur gegen Stadionordnung, Leitbild und Satzung des FC Schalke 04, sondern widerspricht auch all unseren Werten. Wir werden mit Sanktionen reagieren und die Vorfälle auch entsprechend zur Anzeige bringen», hieß es in der Mitteilung.

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