Prozesse
Polizist soll Kollegen bei Einsatz behindert haben

Düsseldorf (dpa/lnw) - Ein Polizist vom Niederrhein soll am Düsseldorfer Hauptbahnhof einen Polizeieinsatz behindert und Kollegen übel beleidigt haben. Von Donnerstag an steht der 42-Jährige wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung vor dem Amtsgericht, wie eine Gerichtssprecherin bestätigte. Die Verteidigerin des Angeklagten sagte am Mittwoch, man werde im Prozess zu den Vorwürfen Stellung nehmen, aber derzeit noch nicht.

Mittwoch, 05.02.2020, 12:26 Uhr aktualisiert: 05.02.2020, 12:33 Uhr
Eine goldfarbene Justitia-Figur. Foto: Britta Pedersen

Der Beamte soll sich - obwohl nicht am Einsatz beteiligt - zwischen seine Kollegen gestellt und sich trotz mehrfacher Aufforderung nicht entfernt haben. Stattdessen sei er aggressiv geworden, heißt es in der Anklage. «Was willst du denn von mir? Pack mich nicht an, sonst fängst du dir ein paar!», habe er gedroht. Dann habe er einen Polizeibeamten als «Wichser», «Spasti» und «Hurensohn» beleidigt.

Nur mit Verstärkung habe der 42-Jährige überredet werden können, den Einsatzort zu verlassen. Kurze Zeit später sei er aber erneut aufgetaucht und habe die Polizisten wieder provoziert. Schließlich sei er von seinen Kollegen gefesselt und in Gewahrsam genommen worden. «Ihr wisst nicht, mit wem ihr es zu tun habt. Morgen zahlt ihr dafür», soll er dabei gesagt haben.

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