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Schnellstart: Erste vorgezogene Metall-Tarifverhandlungen

Düsseldorf (dpa/lnw) - In die Metall-Tarifverhandlungen kommt schnell Bewegung. In Düsseldorf haben sich Arbeitgeber und IG Metall bereits am Mittwoch zu ersten vorgezogenen Tarifverhandlungen für die rund 700 000 Beschäftigen der Branche in Nordrhein-Westfalen getroffen. Der Präsident des Arbeitgeberverbandes Metall NRW, Arndt Kirchhoff, betonte, das Vorziehen der Gespräche zeige das Bemühen beider Seiten, angesichts der schlechten Konjunktur und der großen Herausforderungen des Strukturwandels möglichst schnell tragfähige Lösungen zu entwickeln.

Mittwoch, 05.02.2020, 14:45 Uhr aktualisiert: 05.02.2020, 15:12 Uhr
Ein Demonstrant pfeift während eines IG Metall Warnstreiks auf einer Trillerpfeife. Foto: Franziska Kraufmann

Der IG Metall-Bundesvorstand hatte erst am Dienstag den regionalen Gliederungen grünes Licht gegeben, mit den Arbeitgebern sehr schnell sogenannte «Zukunftspakete» zu sondieren. Gemeint sind damit Regelungen zur Gestaltung des digitalen und ökologischen Wandels in Kernindustrien wie Auto und Maschinenbau. Auf konkrete Lohnforderungen für die rund vier Millionen Beschäftigen der Branche hatte die Gewerkschaft dabei vorläufig verzichtet.

Der Verhandlungsführer der IG Metall in NRW, Knut Giesler, betonte, im Mittelpunkt der Gespräche stünden für die Gewerkschaft in diesem Jahr die Beschäftigungssicherung und ein tarifpolitischer Gestaltungsrahmen, der in den Betrieben helfe, die Herausforderungen der Transformation zu bewältigen.

Metall NRW betonte, eine Einigung müsse der unsicheren und angespannten konjunkturellen Lage gerecht werden. Hierfür müssten die Tarifparteien den Unternehmen echte Alternativen zum Personalabbau aufzeigen. «Gerade jetzt muss sich Sozialpartnerschaft beweisen» sagte Kirchhoff.

Die Verhandlungen in Nordrhein-Westfalen sollen am 12. und 19. Februar fortgesetzt werden. Am 20. Februar will die Tarifkommission der IG Metall NRW dann den Gesprächsstand bewerten und dem Vorstand eine Empfehlung zum weiteren Vorgehen in der Tarifrunde geben.

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