Archäologie
Versteinerter Saurier: Zähne so groß wie ein Smartphone

Münster (dpa/lnw) - Das «Monster von Minden» bekommt ein Gesicht: Der bislang größte in Deutschland gefundene versteinerte Knochenfund eines Raubsauriers ist jetzt als lebensechte Rekonstruktion im Naturkundemuseum in Münster zu bewundern. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) stellte das Modell am Mittwoch vor.

Mittwoch, 05.02.2020, 16:49 Uhr aktualisiert: 05.02.2020, 17:02 Uhr
Die Rekonstruktion des Raubsauriers wird von Barbara Rüschoff-Parzinger und Jan Ole Kriegs enthüllt. Foto: Bernd Thissen

Bislang waren der Fund aus dem Jahr 1998, darunter Teile des Schädels, Zähne, Wirbel, Rippen und Unterschenkel in der Dauerausstellung «Dinosaurier - Die Urzeit lebt», zu sehen. Die versteinerten Knochen sind 165 Millionen Jahre alt. Jetzt können Museumsbesucher dem «Wiehenvenator albati» auch ins Auge schauen.

Seinen Namen hat der Raubsaurier nach dem Fundort im Wiehengebirge bei Minden und seinem Entdecker Friedrich Albat. Der hatte die versteinerten Originalknochen vor rund 22 Jahren in einem Steinbruch entdeckt.

«Westfalen ist Dino-Land, das wollen wir mit der neuen Präsentationen herausstellen», sagte LWL-Kulturdezernentin Barbara Rüschoff-Parzinger bei der Vorstellung. Die Zähne des Modells sind so groß wie ein Smartphone, der Körper ist acht Meter lang und über zwei Meter hoch. Das «Monster von Minden» wiegt zwei Tonnen.

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