Schulen
Justizminsiter zur Schul-Mobbing-Debatte

Düsseldorf (dpa/lnw) - NRW-Justizminister Peter Biesenbach (CDU) hat sich in die Debatte um Mobbing von Schülern gegen Lehrer in sozialen Medien eingeschaltet. «Cybermobbing ist für alle Betroffenen eine schwere Belastung und der Handelnde macht sich in der Regel strafbar. Unsere Staatsanwaltschaften verfolgen deshalb Straftaten zum Nachteil von öffentlich Bediensteten und nach Maßgabe des Jugendstrafrechts auch in den Schulen unnachgiebig», sagte Biesenbach am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Donnerstag, 06.02.2020, 14:34 Uhr aktualisiert: 06.02.2020, 14:42 Uhr
Peter Biesenbach (CDU), Justizminister von Nordrhein-Westfalen, spricht während einer Pressekonferenz. Foto: Marcel Kusch

«Wir müssen dahin zurückkommen, dass beim Austausch von Emotionen und unterschiedlichen Ansichten wieder der höfliche Ton gefragt ist», sagte der Politiker.

Anfang der Woche hatte das Düsseldorfer Max-Planck-Gymnasium für Aufsehen gesorgt: An der Schule waren nach mehreren Schmähungen gegen Lehrer in sozialen Medien zwei Klassenfahrten der 9. Jahrgangsstufe abgesagt worden. Zudem erstattete eine Lehrkraft Anzeige. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nach Angaben einer Sprecherin wegen Beleidigung gegen Unbekannt, da zunächst der Urheber der diffamierenden Fotomontage bei Instagram identifiziert werden müsse.

In seiner kommenden Sitzung wird sich auch der Schulausschuss im NRW-Landtag mit dem Thema Mobbing gegen Lehrer beschäftigen. Die SPD hat einen entsprechenden Bericht vom Bildungsministerium eingefordert. Zahlen zu entsprechenden Fällen gibt es nach Angaben des Ministeriums bisher nicht.

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