Wetter
Bahn will Fernverkehr wegen Sturms bundesweit einstellen

Sturmtief «Sabine» hat den Nordwesten Deutschlands erreicht - und bereits den Fernverkehr im bevölkerungsreichsten Bundesland zum Erliegen gebracht. Dabei soll es nicht bleiben.

Sonntag, 09.02.2020, 17:44 Uhr aktualisiert: 09.02.2020, 17:52 Uhr
Ein Bahnhofsschild weist auf Zugausfälle hin. Foto: Bernd Wüstneck

Düsseldorf (dpa) - Wegen des Sturmtiefs «Sabine» hat die Deutsche Bahn den Fernverkehr in Nordrhein-Westfalen eingestellt. Das teilte die Bahn am Sonntag auf Twitter mit. Sukzessive solle der Fernverkehr bundesweit eingestellt werden. Man habe sich entschieden, «beginnend in NRW nach und nach alle Züge des Fernverkehrs bundesweit an größeren Bahnhöfen enden zu lassen», schrieb die Bahn in ihrem für den Sturm eingerichteten Presseblog.

Im Regionalverkehr waren zuvor bereits mehrere Strecken gesperrt worden, weil umgestürzte Bäume die Gleise blockiert hatten. Auch für Autofahrer sorgte «Sabine» für Komplikationen: Mehrere Bundes- und Landstraßen waren schon am Nachmittag nicht mehr problemlos befahrbar, weil Bäume im Weg lagen.

An den großen deutschen Flughäfen wie Frankfurt oder Düsseldorf wurden am Sonntag etliche Flüge gestrichen. Die Airline Eurowings stellte ihren Betrieb für die Dauer des Sturms fast vollständig ein.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte für große Teile Deutschlands die zweithöchste Unwetterwarnstufe ausgerufen. In der Nacht rechnen die Wetterexperten mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometern. Durch das Unwetter könnten laut DWD Bäume entwurzelt werden oder Dachziegel auf die Straße fliegen. Auch größere Schäden an Gebäuden könne es geben.

Etliche Fährverbindungen zu den Nordseeinseln wurden eingestellt. Und auch Fußballspiele fielen aus, etwa das rheinische Bundesliga-Derby Mönchengladbach gegen Köln.

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