Krankheiten
Kreis Heinsberg schafft Anlaufstelle zur Probenentnahme

Heinsberg (dpa/lnw) - Der NRW-weit am stärksten vom neuartigen Coronavirus betroffene Kreis Heinsberg will Engpässen in der medizinischen Versorgung entgegensteuern. In der Gemeinde Gangelt mit rund 12 000 Einwohnern seien aufgrund der Quarantänemaßnahmen mehrere Arztpraxen geschlossen, die übrigen sehr stark ausgelastet, teilte der Kreis am Sonntag mit. Zur Unterstützung der hausärztlichen Versorgung richte man ab Montag mit dem DRK eine Zentrale Anlaufstelle zur Probenentnahme ein.

Sonntag, 01.03.2020, 15:55 Uhr aktualisiert: 01.03.2020, 16:02 Uhr
Blick auf den Eingang des Krisenstabs, der über die Ausbreitung des neuen Coronavirus berät. Foto: Roberto Pfeil

Zudem werde für die «normale» medizinische Versorgung eine größere Arztpraxis bereitstehen. Ein Arzt, der selbst noch unter Quarantäne stehe, stelle seine Praxis bereit, sagte ein Kreissprecher. Eine telefonische Anmeldung sei zwingend. Geschätzt rund 1000 Menschen waren in Gangelt in häuslicher Quarantäne, die für etwa zwei Drittel der Betroffenen am Sonntag endete. Die anderen müssen sich bis 9. März gedulden. Die Zahl der positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getesteten Menschen sei im Kreis Heinsberg auf 68 gestiegen.

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