Krankheiten
Im Iran infiziert: Patient geht es «ausgesprochen gut»

Münster (dpa/lnw) - Dem Coronavirus-Patienten der Uniklinik Münster, der sich bei einer Iran-Reise angesteckt hatte, geht es «ausgesprochen gut». Das sagte der Ärztliche Direktor der Uniklinik, Hugo Van Aken bei einer Pressekonferenz am Montag in Münster. Der Iraner habe sich vorbildlich verhalten und sich gut isoliert. Die Frau des Ingenieurs, die nicht mit ihrem Mann im Iran war, habe sich nicht angesteckt.

Montag, 02.03.2020, 15:07 Uhr aktualisiert: 02.03.2020, 15:12 Uhr

Das Gesundheitsamt der Stadt nimmt jetzt mit Hilfe der Lufthansa Kontakt zu den Reisenden auf, die im Flugzeug bei der Rückreise im Umfeld des 51-Jährigen gesessen haben. Der Münsteraner war am 28. Februar von Teheran nach Frankfurt zurückgeflogen. Per Zug reiste er dann nach Köln. Von dort fuhr er mit dem eigenen Auto nach Münster. Nach Auskunft der Stadt sei es allerdings nicht möglich zu ermitteln, wer im Zug neben ihm gesessen habe.

Van Aken geht davon aus, dass der Patient schon bald die Uniklinik verlassen kann. «Wir müssen uns am Schweregrad orientieren. Er kann Zuhause behandelt werden», sagte der Mediziner. Der Iraner war am Wochenende der erste Fall mit einer Ansteckung durch das neuartige Coronavirus, bei der es keinen Bezug zum Kreis Heinsberg gibt.

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