Arbeit
Recruiting: Künstliche Intelligenz muss gut trainiert werden

Düsseldorf (dpa) - Weil Unternehmen für ihre Personalauswahl zunehmend Künstliche Intelligenz einsetzen, warnt ein Experte davor, der Technik zu große Entscheidungsmacht zu geben. «Das ist ein großes Problem bei der Nutzung von KI: Wie trainiert man sie? Der Lernprozess ist sehr wichtig», betonte Wolfgang Brickwedde, der das Institute for Competitive Recruting in Heidelberg leitet und Unternehmen bei der Personalgewinnung berät.

Montag, 02.03.2020, 16:02 Uhr aktualisiert: 03.03.2020, 07:01 Uhr
Der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) . Foto: Roland Weihrauch

Wenn ein Bewerber sich zum Beispiel diskriminiert fühle und das Unternehmen die Absage nicht begründen könne, da eine Künstliche Intelligenz entschieden habe, sei das ein ernstes Problem. «Dann kommt man in Teufelsküche als Arbeitgeber», meint Brickwedde.

NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) informierte sich am Montag bei der Jobplattform Stepstone in Düsseldorf darüber, wie Künstliche Intelligenz von Unternehmen konkret dabei genutzt wird, Unternehmen mit passenden Bewerber zusammenzubringen. «Die Jobsuche zu vereinfachen, halte ich für ein extrem wichtiges Thema - gerade in Zeiten des Fachkräftemangels», sagte Pinkwart. Dass es viele Menschen gebe, die unglücklich in ihrem Job seien, zeige, dass es in diesem Bereich Nachholbedarf gebe.

Nachrichten-Ticker