Prozesse
Mutmaßliche Gruppenvergewaltigung: Rechtsgespräch scheitert

Jugendliche sollen im Düsseldorfer Hofgarten eine 51-jährige Altstadtbesucherin aus Wuppertal vergewaltigt und ausgeraubt haben. Am Dienstag begann der Prozess vor dem Amtsgericht unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Dienstag, 03.03.2020, 15:36 Uhr aktualisiert: 03.03.2020, 15:42 Uhr
Die Statue der Justitia steht mit einer Waage und einem Schwert in der Hand. Foto: Arne Dedert

Düsseldorf (dpa/lnw) - Nach der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung einer Wuppertalerin im Düsseldorfer Hofgarten müssen sich vier Angeklagte seit Dienstag vor Gericht verantworten. Der Prozess gegen die Tatverdächtigen findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, weil sie 15 bis 18 Jahre alt sind. Einem Angeklagten wird nur Beihilfe vorgeworfen.

Ein sogenanntes Rechtsgespräch sei gescheitert, hieß es aus Anwaltskreisen. Die Staatsanwältin habe maximal drei Jahre Gefängnis in Aussicht gestellt, wenn die Angeklagten gestehen. Das Gericht hatte signalisiert, dass es auch weniger als drei Jahre Haft verhängen würde, aber keine Bewährungsstrafen. Das lehnten die Verteidiger ab. Das Amtsgericht setzte schließlich zwei weitere Verhandlungstage an.

Von zwei der Verdächtigen waren nach der Tat DNA-Spuren sichergestellt worden. Das Opfer hatte im vergangenen Juni nachts wegen Unwohlsein eine Altstadt-Disco verlassen, als es vermutlich von einem damals 14-jährigen Mädchen angesprochen worden war. Diese habe der Frau ihre Hilfe angeboten und sie als Lockvogel in den nahen Hofgarten geführt. Dort soll die Frau vergewaltigt und ausgeraubt worden sein. Das Opfer hatte nach der Tat in einem Hotel am Rande des Parks Hilfe gefunden.

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