Gesundheit
Letzte Linie gegen Covid-19: 95 ECMO-Geräte in NRW

Düsseldorf (dpa/lnw) - Wenn die konventionelle künstliche Beatmung versagt, sind sie derzeit die letzte Chance für Covid-19-Patienten: 95 sogenannte ECMO-Geräte gibt es in Nordrhein-Westfalen. Das hat das NRW-Gesundheitsministerium auf dpa-Anfrage mitgeteilt (Stand: 01. April 2020, 17.21 Uhr).

Donnerstag, 02.04.2020, 11:45 Uhr aktualisiert: 02.04.2020, 11:52 Uhr

ECMO steht für Extrakorporale Membranoxygenierung. Bei dieser Methode wird das Blut außerhalb des Körpers mit Sauerstoff angereichert, wenn die Lunge dazu trotz konventioneller Beatmungsmaschine nicht mehr in der Lage ist. Die Methode kann über Tage und Wochen angewandt werden und gibt der Lunge die Chance zu heilen.

Sie gilt wegen der Kosten, des Aufwands und der Häufigkeit von Komplikationen als Ultima Ratio, als letztes Mittel der Lebenserhaltung. Von den Covid-19-Patienten in NRW mussten am Mittwoch 424 künstlich beatmet werden. Am Dienstag waren es noch 355. Die Zahl der Intensivbetten mit Beatmung war Mitte März für NRW mit 4223 angegeben worden. Darin waren die ECMO-Geräte enthalten.

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