Religion
Dortmund: Dritte jüdische Grundschule soll in NRW entstehen

Dortmund (dpa/lnw) - In Dortmund soll nach Köln und Düsseldorf die dritte jüdische Grundschule in Nordrhein-Westfalen eröffnet werden. Das teilte die Stadt Dortmund am Mittwoch nach einer Sitzung des Verwaltungsvorstandes mit. Den Plänen zustimmen muss noch der Rat der Stadt. Als Standort haben sich Stadt und die Jüdische Kultusgemeinde Groß-Dortmund eine ehemalige Hauptschule im Osten der Innenstadt ausgesucht.

Mittwoch, 08.04.2020, 16:27 Uhr aktualisiert: 08.04.2020, 16:32 Uhr

Starten könnte das neue Angebot zum Schuljahr 2021/2022. Nach Angaben des Zentralrates der Juden in Deutschland gibt es bundesweit neun jüdische Grundschulen in Deutschland. Die Kultusgemeinde muss den Betrieb der Schule bei der Bezirksregierung Arnsberg beantragen.

Die Nationalsozialisten hatten 1942 mehrere Standorte einer jüdischen Volksschule in Dortmund geschlossen. Durch den Zuzug aus der ehemaligen Sowjetunion hat die Kultusgemeinde in Dortmund wieder weit über 3000 Mitglieder. Es gibt eine Kita, ein Familien- und ein Seniorenzentrum.

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