Kriminalität
Bis zu 4000 Firmen von Stopp der Corona-Hilfen betroffen

Düsseldorf (dpa/lnw) - Vom vorläufigen Stopp der Corona-Soforthilfen für Selbstständige und Unternehmen in Nordrhein-Westfalen sind nach Angaben von Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) bis zu 4000 Antragsteller betroffen. Das Land hatte die Auszahlungen der Hilfen am Donnerstag wegen Betrugsverdachts ausgesetzt.

Donnerstag, 09.04.2020, 15:06 Uhr aktualisiert: 09.04.2020, 15:12 Uhr
Andreas Pinkwart (FDP), Wirtschaftsminister von NRW. Foto: Federico Gambarini

Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt gehen dem Verdacht nach, dass die unbekannten Täter auf nachgemachten Webseiten eingegebene Daten der Antragsteller abgegriffen und mit falschen Kontoverbindungen an das für die Corona-Hilfen zuständige NRW-Wirtschaftsministerium weitergeleitet haben.

Innenminister Herbert Reul (CDU) sagte, es handele sich um hochprofessionelle Täter, die im Darknet nach Helfern suchten, die gegen eine Gewinnbeteiligung ihre Konten für den Betrug zur Verfügung stellten. Von diesen Konten werde der Gewinnanteil des Betrügers dann in Kryptowährung umgewandelt und damit anonymisiert. Das erschwere die Identifizierung der Hintermänner.

Diese Angriffe seien seit dem vergangenen Wochenende aufgetreten sagte Pinkwart. Deshalb hätten sie noch nicht viel Schaden angerichtet. Eine Schadenhöhe könne er noch nicht angeben. NRW hat nach Pinkwarts Angaben bisher rund 3 Milliarden Euro an Soforthilfen ausgezahlt.

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