Kriminalität
Explosion am Neujahrsmorgen: Haftbefehl gegen Mieter

Ibbenbüren (dpa/lnw) - Nach der Explosion in einem Wohnhaus im münsterländischen Ibbenbüren an Neujahr ist Haftbefehl gegen den schwerverletzten Mieter ergangen. Ermittler der Mordkommission fanden einen Abschiedsbrief und eindeutige Hinweise darauf, dass der Beschuldigte sich mit der Explosion das Leben nehmen wollte. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft Münster am Donnerstag weiter mitteilten, hatte der heute 50-Jährige Gas aus einer Gasflasche ausströmen lassen, um dieses zu entzünden.

Donnerstag, 09.04.2020, 15:12 Uhr aktualisiert: 09.04.2020, 15:22 Uhr
Eine Statue der Justitia steht neben Aktenbergen. Foto: Volker Hartmann

Der Haftbefehl sei unter anderem wegen versuchten Mordes und besonders schwerer Brandstiftung erlassen worden. Der Mann habe auch das Leben seiner Nachbarn aufs Spiel gesetzt. Nur zufällig sei niemand getötet worden.

In der Kellerwohnung des Mehrfamilienhauses war es am Neujahrsmorgen zu der Explosion gekommen. Der damals 49-Jährige war mit schweren Brandverletzungen in einer Spezialklinik behandelt worden. Eine Frau, die in dem Haus zu Besuch war, hatte leichte Verletzungen erlitten. Das Gebäude ist nicht mehr bewohnbar. Der Schaden wird auf rund 400 000 Euro geschätzt.

Der Mann ist inzwischen gesundheitlich stabil. Er soll in einem Justizvollzugskrankenhaus weiter ärztlich versorgt werden.

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