Gesundheit
Ausflüge auf Abstand: NRW hält sich an die Kontaktregeln

Düsseldorf (dpa/lnw) - Auch wenn die Sonne nach draußen lockte, haben sich an Karfreitag die meisten Menschen in Nordrhein-Westfalen an die Corona-Regeln gehalten. «Unser Appell, die Hotspots für Ausflüge zu meiden, war wohl erfolgreich», sagte Frank Bußmann, Sprecher der Stadt Dortmund, am Freitagnachmittag. Zwar seien die Parks gut besucht gewesen, die Menschen hielten sich aber an die Abstandsregeln.

Freitag, 10.04.2020, 17:50 Uhr aktualisiert: 10.04.2020, 18:02 Uhr
Zwei Menschen gehen über eine Wiese. Foto: Sebastian Gollnow

Am Phönix-See im Dortmunder Süden zum Beispiel sei weniger los gewesen als an anderen sonnigen Tagen. Der Spazierweg rund um den See war nur in eine Richtung zugänglich.

Auch im Nationalpark Eifel wurde zum Teil auf eine Einbahn-Regelung gesetzt. Nach dem zuletzt großen Andrang hatte die Nationalpark-Verwaltung an einem beliebten Wanderweg Einbahnstraßen-Schilder aufgestellt. «Daran halten sich die Leute auch», sagte Park-Sprecher Michael Lammertz. «Trotzdem muss man sagen, dass der Park teilweise schon an seine Kapazitätsgrenzen kommt.» Das Ranger-Team sei den ganzen Tag unterwegs, um die Einhaltung der Regeln sicherzustellen.

Am Eifeler Rursee hielt sich der Andrang von Wanderern und Radfahrern dagegen in Grenzen, berichtete eine Reporterin der Deutschen Presse-Agentur. Die sonst bei dem Wetter üblichen größeren Motorradgruppen seien kaum zu sehen gewesen. Da die Campingplätze geschlossen seien, hätten einige Camper ihre Busse oder Wohnmobile auf einem ganz normalen Parkplatz mit schönem Blick auf den See abgestellt.

An den bekannten Biker-Treffs in Xanten ging es am Freitag «deutlich ruhiger» zu als noch am vorigen Wochenende, sagte Bürgermeister Thomas Goertz (CDU). Er hatte vorher angekündigt, bei unbelehrbaren Gruppen mit Bußgeldern durchzugreifen. «Natürlich waren bei dem schönen Wetter einige Motorradfahrer, Spaziergänger und Familien unterwegs. So lange sich alle an die Regeln halten, ist dagegen auch nichts zu sagen.»

In Münster kontrollierten Polizei und Ordnungsamt vor allem den Uferbereich des Dortmund-Ems-Kanals und die Absperrungen am Aasee. «Die Streifen des Ordnungsamtes müssen nur gelegentliche Aufklärungsgespräche führen», berichtete Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer. Die meisten Menschen verhielten sich verantwortungsvoll.

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