Brauchtum
Gottesdienste in NRW wieder erlaubt: Bätzing in Kevelaer

Wochenlang konnten Gläubige wegen der Corona-Krise keine gemeinsamen Gottesdienste feiern - ab Freitag ist das nun wieder möglich - allerdings mit starken Einschränkungen.

Freitag, 01.05.2020, 09:17 Uhr aktualisiert: 01.05.2020, 09:32 Uhr
Eine Frau und ein Mann sitzen mit Abstand in einer Kirche und halten inne. Foto: Julian Stratenschulte

Köln (dpa/lnw) - In den Kirchen in Nordrhein-Westfalen dürfen von diesem Freitag an wieder Gottesdienste mit Besuchern gefeiert werden - unter strengen Corona-Schutzmaßnamen. So soll in evangelischen Kirchen nicht gesungen werden. In katholischen soll die Kommunion mit einer Zange oder mit Plastikhandschuhen ausgereicht werden.

Eben deshalb wird damit gerechnet, dass sich der Andrang der Gläubigen in Grenzen halten wird. Die Pfarrer seien derzeit auch noch sehr zurückhaltend damit, überhaupt Gottesdienste anzubieten, sagte ein Sprecher des Bistums Essen. Viele fänden, dass unter den strengen Auflagen ein würdiger Gottesdienst eigentlich gar nicht möglich sei. Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, sagte, der Gesundheitsschutz müsse weiterhin Vorrang haben.

Zumindest eine große festliche Messe wird es an diesem Freitag aber doch geben: Zum Auftakt der Wallfahrtssaison in Kevelaer am Niederrhein predigt der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Limburger Bischof Georg Bätzing. Etwa 150 Menschen sollen bei dem Gottesdienst dabei sein.

Der Zentralrat der Muslime (ZMD) rät seinen Moscheegemeinden zunächst zur Zurückhaltung bei einer möglichen Öffnung zum Freitagsgebet. Menschenleben und Gesundheit hätten im Islam oberste Priorität, sagte der ZMD-Vorsitzende Aiman A. Mazyek.

Die NRW-Landesregierung und Kirchenvertreter hatten sich in der vergangenen Woche darauf geeinigt, dass ab Mai unter Auflagen wieder Gottesdienste und Versammlungen zur Religionsausübung stattfinden dürfen.

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