Brauchtum
Bätzing: Corona ist «Plage der Menschheit»

Kevelaer (dpa/lnw) - Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, hat das Coronavirus als «Plage der Menschheit» beschrieben. «Wie eine Dornenkrone hat sie sich auf unser Leben gelegt und verursacht so viel Leid, Tod, Ängste und Unheil. Das alles wird uns über Jahre und Jahrzehnte belasten», sagte der Limburger Bischof am Freitag in einer Predigt zur Eröffnung der Wallfahrt von Kevelaer. Es war einer der ersten gemeinschaftlichen Gottesdienste in Nordrhein-Westfalen, die nach der Aufhebung der strikten Beschränkungen zum 1. Mai wieder möglich waren.

Freitag, 01.05.2020, 11:53 Uhr aktualisiert: 01.05.2020, 12:02 Uhr
Georg Bätzing, Bischof von Limburg und Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, predigt während des Gottesdienstes. Foto: Fabian Strauch

Bätzing erinnerte an Schwerkranke und Sterbende in Krankenhäusern, die ihren letzten Weg aufgrund der Besuchsverbote allein gehen müssten. Auch Kurzarbeit und Existenzsorgen belasteten viele Menschen. Dem stehe aber auch Positives gegenüber, so «eine neue Wertschätzung für unser System von Absicherung und Vorsorge in Staat und Gesellschaft».

Kevelaer gilt als zweitgrößter Pilgerort in Deutschland hinter Altötting in Bayern. Ziel der Gläubigen ist die Gnadenkapelle mit dem Marienbild «Trösterin der Betrübten». Bis zum offiziellen Ende der Pilgerzeit im November werden normalerweise rund 800 000 Pilger in der kleinen Stadt erwartet. Aber wegen der Corona-Pandemie wird es dieses Jahr wohl eine Wallfahrt ohne organisierte Pilgergruppen.

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