Gesundheit
Verband fordert Fahrplan für weitere Schulöffnung in NRW

Düsseldorf (dpa/lnw) - Nach Verwirrung um die Öffnung der Grundschulen in NRW hat der Bildungsverband VBE einen klaren Zeitplan gefordert. «Die Zeit der Unklarheiten, der Eitelkeiten, der kurzfristigen Information und der Alleingänge muss ein Ende finden», hieß es in einem offenen Brief der Lehrergewerkschaft vom Montag an Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) und Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP). 

Montag, 04.05.2020, 12:07 Uhr aktualisiert: 04.05.2020, 13:00 Uhr
Ein Klassenzimmer unter Corona-Bedingungen mit gewährten Mindestabstand der Tische. Foto: Arne Dedert

Es brauche einen transparenten, nachvollziehbaren Plan für die weitere Wiedereröffnung der Schulen nach wochenlanger Corona-Zwangspause.

Die Viertklässler sollen nach aktueller Planung des Schulministeriums bereits ab diesem Donnerstag - dem 7. Mai - an die Schulen zurückkehren. Aber die Ankündigung, ab dem 11. Mai 2020 jeweils an einem Wochentag auch die Klassen 1 bis 3 zurück in den Präsenzunterricht zu holen, musste das Ministerium nach einem Machtwort Laschets am Donnerstagabend korrigieren.

Diese Schritte «stehen unter dem Vorbehalt der noch ausstehenden Beratungen» zwischen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und der Ministerpräsidenten am 6. Mai, betonte das Schulministerium daraufhin. Bund und Länder müssten dabei «zuerst die Grundlagen für weitere Schritte schaffen, um ein bundesweit abgestimmtes Vorgehen sicherzustellen.»

Die «chaotische Kommunikation der letzten Tage» habe für Unruhe und Empörung unter Schulleitungen und Lehrkräften gesorgt, betonte der Verband Bildung und Erziehung. Die Wiedereröffnung dürfe «nicht drängelnd auf der Überholspur passieren», mahnte VBE-Landeschef Stefan Behlau.

 

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