Fußball
Trainer Rösler begrüßt Pläne mit fünf Auswechslungen

Düsseldorf (dpa) - Uwe Rösler hat die Überlegungen des Weltverbands FIFA begrüßt, Fußball-Teams wegen der Coronavirus-Krise vorübergehend bis zu fünf statt drei Auswechslungen pro regulärer Partie zu erlauben. «Das ist eine sehr gute Sache. Dann kann man den ganzen Kader nutzen und Verletzungen vorbeugen», sagte der Trainer von Fortuna Düsseldorf der «Rheinischen Post» (Montag). «Sechs bis acht Spieler müssen fast jede Partie spielen, dann müssen wir auch gewährleisten, dass wir diese Spieler nicht unter den Bus werfen, dass wir sie nicht verheizen. In dieser Situation fände ich es sehr gut, fünfmal auswechseln zu dürfen», ergänzte der Coach.

Montag, 04.05.2020, 13:27 Uhr aktualisiert: 04.05.2020, 13:42 Uhr
Düsseldorfs Trainer Uwe Rösler kommt vor einem Spiel ins Stadion. Foto: Torsten Silz

Mit dem Reformvorschlag will die FIFA die im engen Kalender drohenden hohen Belastungen der Spieler mindern. Über ihn müssen noch die Regelhüter des International Football Association Board (Ifab) entscheiden, eine Zustimmung gilt als sehr wahrscheinlich. Organisatoren wie die Deutsche Fußball Liga könnten diese Regelung unter anderem für alle aktuellen Wettbewerbe und Wettbewerbe übernehmen, die in diesem Jahr beginnen und 2021 enden.

Um für mögliche Geisterspiele gerüstet zu sein, will der Tabellen-16. den Ernstfall möglichst wirklichkeitsnah simulieren. «Da wir bis jetzt keine Erlaubnis für ein Testspiel bekommen haben, werden wir eines intern unter uns machen. So offiziell, wie es geht: Im großen Stadion, mit richtigen Trikots, und wir versuchen auch, einen Schiedsrichter dazu zu bekommen», sagte Rösler.

Der Fußball-Lehrer hofft, dass seine Mannschaft den Abstiegskampf trotz erschwerter Bedingungen meistert: «Wir jedenfalls müssen Motivations-Monster sein, wir müssen es am meisten von allen wollen. Wenn wir das hinkriegen, haben wir eine Riesenchance.»

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